Druckgrafik – Monotypie /// VIGOR – IMPULSO /// 2024, Milano
«VIGOR steht für Formen – für das Auge nicht sichtbarer Ebenen, z.B. die der Resonanz, der Schwingung, der Energie, die ich fühle und «verzweifelt» versuche – sichtbar zu übersetzen.»
“Was wir Materie genannt haben, ist Energie… Materie ist Geist, reduziert auf den Punkt der Sichtbarkeit.
Es gibt keine Materie.”(Albert Einstein)
Der Werk-Zyklus VIGOR entstand bei einer freien und experimentellen Auseinandersetzung mit Formen und Farben während des Symposiums in der Litografiewerkstatt «Meszuge» (Kostrzyn nad Odrą, Polen). Dabei entstand die VIGOR -EXEMPLUM Serie, 2017 – die Vorstufe zu den IMPULSO Monotypien.
In der Druckwerkstatt «A14» (Daniela Lorenzi, Milano, Italien) entwickelte Ola Eibl diese Arbeit intensiv und in mehreren Etappen (2018, 2024, 2026) weiter. Und das weiterhin mit einer vollkommen instinktiven/ intuitiven Herangehensweise.
Basierend auf transparenter Druckfarbe + natürlichen Pigmenten bildet diese, das charakteristische technische Element dieser Arbeit. Es ermöglicht ihr mit den Transparenzen der Formen zu spielen, zu verstärken oder durch mehrerer Druckabläufe die Formen zu überlappen und überlagern zu lassen, um so neue Farbwirkungen und Farbkompositionen zu erzeugen. Dabei geht sie unkonventionell und spielerisch mit der Farbrolle um, als würde sie mit Pinsel auf einer Leinwand arbeiten.
Von Beginn an inspirieren sie und dient ihr eine bestimmte Lieblings-Sammlung aus Metall-Schablonen in verschiedenen rundlichen Formen. Dabei handelt es sich um Werkzeuge für den Bau von Saiten-Instrumenten, die sie bei der Auflösung der Werkstatt ihres Onkels gefunden hat. Sie sammelt bereits jahrelang verschiedene Formen und Symbole, die sie immerwährend weiter entwickelt. Sie liefern ihr neue Impulse für ihren Werk-Zyklus VIGOR.
Neben der Druckgrafik, Grafik findet man die VIGOR Formensprache auch in ihrer Ölmalerei wieder. Beispielgebend ist das Ensemble VIGOR–RESONANZ (2016-2019-…). Die Entstehung dieser Arbeit (2016) entstand – zufällig – parallel zu den Veröffentlichungen des Sozialwissenschaftlers und Philosophen Hartmut Rosa. Er publizierte bereits 2016 die Schrift zur „Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung“; („Zu schnell und gefühllos sei die moderne Welt, befindet der Soziologe und rät zu mehr Resonanz“; aus wienerstadtgespräch – FALTER: Nr. 20/2016).











































































